LVR und Stadt Köln unterzeichnen Kooperationsvertrag / LVR-Anna-Freud-Schule und Ernst-Simons-Realschule arbeiten künftig eng zusammen / Ziel: Gemeinsame Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung auch in der Sekundarstufe I

Köln. 11. Februar 2014. Auf Initiative der Bezirksregierung Köln haben ab 2011 vorbereitende Gespräche mit der LVR-Anna-Freud-Schule, der Ernst-Simons-Realschule und deren Schulträgern über eine zukünftige Kooperation der Schulen stattgefunden. Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages haben die Schulträger Landschaftsverband Rheinland (LVR) und Stadt Köln sowie die Schulen die Zusammenarbeit der LVR-Anna-Freud-Schule (Schwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung) und der Ernst-Simons-Realschule beschlossen. Künftig können behinderte und nicht-behinderte Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Schulen am Standort Alter Militärring besuchen, um mit dem mittleren Bildungsabschluss oder dem Abitur abzuschließen.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages
Bei der Vertragsunterzeichnung (v.l.): Gertrud Bergkemper-Marks (Bezirksregierung Köln), Ludwig Gehlen (Leiter LVR-Anna-Freud-Schule), Ulrich Wontorra (LVR-Schuldezernent), Dr. Agnes Klein (Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln), Joana Louvros-Ankel (Leiterin Ernst-Simons-Realschule). Foto: Lothar Kornblum/LVR

"Bislang war unsere LVR-Anna-Freud-Schule eine der wenigen Schulen in Deutschland, an der behinderte und nicht-behinderte Schülerinnen und Schüler ihr Abitur machen konnten. Mit der Ausdehnung auf die Sekundarstufe I erlangen wir nun mehr Flexibilität, die den Kindern und Jugendlichen zu Gute kommt. Nicht zuletzt ist diese Kooperation gelebte Inklusion", so Ulrich Wontorra, LVR-Dezernent Schulen.

"Die enge Kooperation bildet den Grundstein für ein besonders innovatives Bildungsprojekt auf dem Weg zu einer Inklusiven Kölner Bildungslandschaft", so Dr. Agnes Klein, Dezernentin für Bildung, Jugend und Sport der Stadt Köln. "Ich bin der Überzeugung, dass es durch diese Kooperation gelingen kann, individuell auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler beider Schulen einzugehen; von dem neuen Angebot profitieren sowohl die mit wie die ohne Handicap. Wir kommen damit unserem Ziel näher, alle Jugendlichen zu einem möglichst guten Bildungsabschluss zu führen. Um die Voraussetzungen für ein gutes Gelingen zu schaffen, hat der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 17.12.2013 einstimmig beschlossen, dass die Ernst-Simons-Realschule, wie bereits die LVR-Anna-Freud-Schule, im gebundenen Ganztag geführt wird. Damit können bereits die neuen 5.-Klässler von den positiven Effekten des Ganztages profitieren."

"Die Schülerinnen und Schüler der Ernst-Simons-Realschule und der LVR-Anna-Freud-Schule leben und lernen bereits seit vielen Jahren an einem Standort mit zahlreichen schulübergreifenden Initiativen und Kooperationen. Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen den beiden Schulträgern gehen beide Schulen nun neue Wege des gemeinsamen Lernens behinderter und nicht behinderter Schülerinnen und Schülern in den Jahrgangsstufen 5 bis 13. Erreicht wird dies durch die enge Zusammenarbeit von Lehrkräften mit unterschiedlicher Ausbildung und therapeutischem Fachpersonal. Beide Schulen haben durch die Bezirksregierung eine fachliche Begleitung zur Organisationsentwicklung erhalten, um die am Standort Alter Militärring in Köln vorhandenen Ressourcen im Rahmen dieser nun auf den Weg gebrachten Kooperation optimal nutzen zu können", so Gertrud Bergkemper-Marks, Leiterin der Abteilung 4 – Schule – bei der Bezirksregierung Köln.

Ab dem Schuljahr 2014/2015 wird die Vereinbarung umgesetzt. Die Zusammensetzung der Klassen erfolgt durch ein Team, welches aus Lehrkräften beider Schulen sowie Fachleuten der psychologischen Diagnostik besteht. Dadurch wird gewährleistet, dass alle Kinder und Jugendlichen ihren Bedürfnissen und Neigungen entsprechend gefördert werden. Diejenigen, die einen speziellen Unterstützungsbedarf haben, erhalten diesen durch das multiprofessionelle Team der LVR-Anna-Freud-Schule. Wichtig ist dabei, dass die besonderen Angebote der Schulen vernetzt in das Bildungsangebot eingebracht werden können.
"Wir haben hier die einmalige Chance, mit zwei Schulen an einem Standort die Inklusionsbemühungen des Landes ganz praktisch zu unterstützen", freuen sich Ludwig Gehlen, Leiter der LVR-Anna-Freud-Schule und Joana Louvros-Ankel, Leiterin der Ernst-Simons-Realschule auf die Zusammenarbeit.

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