Im Rahmen des interkulturellen Bildungsprogramms Erasmus+ besuchten drei AFS-Kolleginnen die "Tölön Koulu School" in Forssa/Finnland. Dort hospitierten sie zum Thema: "Einsatz neuer digitaler Medien im Unterricht".

Hintergrund der Aktion ist das Bestreben der LVR-Anna-Freud-Schule, ihre Mitarbeiter*innen unter interkulturellem Aspekt fortzubilden, strategische Schulpartnerschaften zu unterhalten, sich über bewährte Verfahren auszutauschen und innovative Ideen zu unterstützen. Wie dies konkret aussehen kann, verrät der folgende Erfahrungsbericht.


 

Erfahrungsbericht zum Erasmus+ -Programm 

Forssa 08.05. - 12.05.17

Von: Sascha Ruf, Andrea Mau und Ulf Wilhelm

Wie wurden wir in Finnland aufgenommen?
Mehr Gastfreundschaft, als wir in Finnland erfahren haben, ist schwer vorstellbar. Wir wurden von der Schulleiterin Minna und dem Kollegen Juha in Helsinki in Empfang genommen, und bekamen gleich eine Stadtführung und ein hervorragendes Mittagessen. Jeden der folgenden Tage hatte man sich Programmpunkte für uns ausgedacht, die uns mit Finnland vertraut machen sollten – von der berühmten Saunakultur, über eine ausgiebige Fährfahrt durch die unvergleichliche Schärenlandschaft Westfinnlands bis hin zum Wandern im Naturschutzgebiet inklusive Grillen über dem offenen Buchenholzfeuer. Hierbei wurden wir lückenlos betreut von netten KollegInnen wie Pekka, Ville und Minna. Aber natürlich verbrachten wir auch viel Zeit an der Tölon Kuolo und bekamen vielfältige Einblicke in die Arbeitsweise der Schule.

Was haben wir in Forssa (auch im Hinblick auf Neue Medien) Neues gelernt?
Bereitwillig zeigte man uns vielerlei Unterrichtssituationen, zum Teil auch ganz spontan. Grundsätzlich konnten wir feststellen, dass der Umgang mit digitalen Medien viel selbstverständlicher ist, viel weniger mit ideologischen Bedenken behaftet. Man nutzt die Möglichkeiten der Neuen Technologien ganz unaufgeregt und pragmatisch.
Auch im PISA-Siegerland Finnland ist natürlich nicht alles Gold, was glänzt: So plagt man sich bspw. mit einer handvoll verschiedener Lernplattformen, statt alle Inhalte über eine Quelle zu verwalten. Allerdings ist die Ausstattung der einzelnen Klassen – auch im Vergleich zur Anna-Freud-Schule – ganz hervorragend, und die intensive Nutzung digitaler Medien Alltag. Auch Bereiche wie die Förderplanung oder die Unterrichtsdokumentation erfolgen ausschließlich digital.

Wurden Verabredungen getroffen?
Das Kollegium aus Forssa plant, die Anna-Freud-Schule im September 2017 zu besuchen. Im Rahmen der Vorbereitungswoche für das Schulfest werden wir ein Musikprojekt anbieten, um mit den KollegInnen in Austausch zu kommen. Selbstverständlich werden wir uns auch bemühen, ihnen möglichst viel von unserer Region zu zeigen und ein reichhaltiges Programm anbieten.


Welche Vergleichbarkeiten gibt es?
Die Tölön Kuolo ist bedingt vergleichbar mit der Anna-Freud-Schule, da sie die Klassenstufen 1-6 bzw. 1-8 abdeckt, und zugleich ein weitres Spektrum an Schülerinnen und Schülern mit Fördebedarf beschult, als wir. Der Ansatz von Inklusion ist zudem ein anderer, da jeweils separate Förder- und Regelklassen gebildet werden – allerdings mit einer engen Verbindung und einer hohen Durchlässigkeit.

 

Lohnen sich solche Austauschprogramme?
Die Woche in Finnland war für uns eine bewegende und sinnstiftende Erfahrung. Es war faszinierend, zu sehen, welche Unterschiede, vor allem aber auch welche Gemeinsamkeiten es in der Mentalität und den Vorstellungen von Gesellschaft und Erziehung gibt. Hier ist Europa auch als Wertegemeinschaft greifbar, nicht nur als abstrakte politische Idee. Im engeren Sinne lässt sich aus der Erfahrung viel Motivation für die eigene Arbeit ziehen.

 


 

Weiterführende Links:

Die AFS im Bildungsprogram Erasmus+

Anna weltweit unterwegs

Tölön Koulu School

 

Bildcredits: AFS

Erfahrungsbericht: RUF, MAU, WIL

Text/Red.: KAP

 

 

 

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